Steinblog

PCR und Gelelektrophorese

Zurzeit ist der Begriff PCR in nahezu aller Munde. Doch die Polymerase-Kettenraktion (engl. polymerase chain reaction, PCR) ist schon lange ein Standardverfahren in den gentechnischen Laboren. So oder so, Grund genug sich dieses Verfahren einmal genauer anzugucken.

Aufgrund der umfangreichen Spende des Fördervereins, war es uns möglich einen Thermocycler anzuschaffen. Dieses ist das zentrale Gerät bei der PCR. Es sorgt durch regelmäßiges und kontrolliertes Aufheizen und Abkühlen dafür, dass die in den Röhrchen zugegebenen DNA-Proben sich exponentiell vermehren. In unserem Biologie-Leistungskurs haben wir dafür unsere eigene DNA aus Haarwurzelzellen verwendet. Nach kurzer Reinigung und Aufbereitung mittels Zentrifuge und Wasserbad konnte nach Zugabe der entsprechenden Reagenzien (Primer, Polymerasen, Nukleotide) die PCR gestartet werden. Nach drei Stunden waren 40 Vermehrungszyklen durchlaufen.

In der nächsten Stunde wurden dann die Auftrennung und Sichtbarmachung der DNA-Proben angegangen. Dazu musste zunächst ein Gel für die Elektrophorese gegossen werden. Nach weiteren Schritten der Aufbereitung konnten die DNA-Proben zusammen mit den Vergleichsproben in der Phoresekammer nach Größe aufgetrennt werden. Nach dem Färben hatten wir jedoch leider kein brauchbares Ergebnis. Zu vermuten ist, dass die hochsensiblen Reagenzien schon vor Versuchsbeginn unbrauchbar geworden waren. Zum Trost wurde eine neue Gelelektrophorese mit vorhandenen DNA-Proben gestartet. Das sehr gut gelungene Ergebnis zeigt ein klares Bandenmuster. So konnten wir die DNA von einem fiktiven Tatort mit den DNA-Proben von fünf Verdächtigen anhand des Bandenmusters vergleichen und „den Täter“ zweifelsfrei bestimmen.

Vielen Dank an den Leistungskurs Biologie der Q1 für sein unermüdliches und präzises Arbeiten und an den Förderverein des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums für seine großzügige Spende!

Für den Leistungskurs der Q1,

Roland Hoffmann

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