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Virtuelle Freundschaft, echte Fragen: 7a beim Safer Internet Day

Die Klasse 7a nahm in diesem Jahr aktiv am „klicksafe Safer Internet Day“ teil und setzte sich intensiv mit dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung.“ auseinander. Im Mittelpunkt standen dabei die Chancen und Risiken von KI-Begleitern und digitalen Beziehungen, wie sie viele Jugendliche bereits aus Chatbots, Apps oder virtuellen Influencern kennen.

Was ist der Safer Internet Day?
Der Safer Internet Day ist ein internationaler Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz, der in Deutschland von der EU-Initiative klicksafe koordiniert wird. Jedes Jahr steht ein Schwerpunktthema im Vordergrund, Diesmal ging es darum, wie KI unsere Kommunikation und Beziehungen verändert und was ein „besseres Internet für Kinder und Jugendliche“ bedeuten kann.

Arbeiten in Gruppen: KI als Freund und Beziehungspartner
Nach einer digitalen Befragung zum Einstieg und einem ersten Experten - Infoblock arbeiteten die Schüler*innen der 7a in Kleingruppen an drei Fallbeispielen, in denen Jugendliche enge Bindungen zu KI-Freunden, Chatbots oder einer virtuellen Influencerin aufbauen. Sie sammelten, welche Vorteile der Einsatz von KI in diesen Situationen haben kann – etwa ständige Verfügbarkeit, kein Angsthaben vor Ablehnung und das Gefühl, verstanden zu werden. Ebenso hielten sie Nachteile fest, zum Beispiel die Gefahr, sich zu sehr von echten Freundschaften zurückzuziehen oder unrealistische Vorstellungen von Beziehungen zu entwickeln.
Anschließend diskutierten die Gruppen, ob sie den Einsatz von KI in den Beispielen eher hilfreich oder problematisch finden und stellten ihre Ergebnisse auf Pinnwänden zusammen. So entstand im Klassenraum eine lebhafte Debatte darüber, wie viel Nähe zu KI „zu viel“ ist und warum echte Beziehungen zwischen Menschen trotzdem unersetzlich bleiben.
Die Ergebnisse konnten im Anschluss live mit den Ergebnissen von ca. 50.000 Teilnehmenden verglichen werden. Im Anschluss wurden die Antworten und Meinungen in einer zweiten Expertenphase eingeordnet.

Persönliche Reflexion: Was bedeutet Freundschaft?
Im Nachgang der Online-Stunde bearbeiteten die Schüler*innen das Thema „Künstliche Beziehung“, indem sie offene Sätze wie „Das Wichtigste an Freundschaften ist…“ oder „KI kann eine Freundschaft ersetzen / nicht ersetzen, weil…“ vervollständigten. Dabei überlegten sie nicht nur spontan, sondern sollten ihre Antworten begründen und sich klar machen, was ihnen an Vertrauen, Ehrlichkeit, gemeinsamen Erlebnissen und echter Nähe besonders wichtig ist.

Auch die Frage „Der Vorteil / Nachteil von Beziehungen mit einer KI wäre…“ regte zum Nachdenken an: Viele erkannten, dass KI zwar trösten oder zuhören kann, aber keine eigenen Gefühle hat und Situationen nicht so erlebt wie ein menschlicher Freund oder eine Freundin. Zum Abschluss formulierten sie, worauf sie in Zukunft bei ihren eigenen Online-Kontakten achten möchten und wie sie KI-Angebote bewusst und kritisch nutzen wollen.

Zukunftsfrage: „Most of your friends will be AI“
Besonders spannend war eine Zusatzaufgabe mit einem Zitat von Mark Zuckerberg: „Most of your friends will be AI.“ Die Schüler*innen diskutierten, ob sie dieser provokanten Aussage zustimmen, was einen „echten“ Freund für sie ausmacht und ob eine KI diese Eigenschaften überhaupt erfüllen kann. In kleinen Gesprächen sammelten sie Beispiele aus ihrem Alltag und beschrieben Situationen, in denen eine KI nicht helfen könnte – ein Mensch aber schon, etwa bei Streit, Trost oder gemeinsamen Aktivitäten im echten Leben.

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